Baufinanzierung

Baufinanzierung: Bauverzögerungen können zusätzliche Zinsen kosten

Wenn sich ein Bauvorhaben verzögert, können Bereitstellungszinsen die Finanzierung verteuern. Entscheidend ist, wie lange die Bank noch nicht abgerufene Kreditbeträge kostenfrei bereithält.

27. Oktober 2026 – Bei einer Baufinanzierung zählt nicht nur der vereinbarte Darlehenszins. Wird der Kredit nach Baufortschritt ausgezahlt, bleibt zunächst häufig ein Teil ungenutzt. Nach Ablauf einer vertraglich festgelegten Freistellungszeit kann die Bank für diesen noch nicht abgerufenen Betrag Bereitstellungszinsen verlangen.

Verzögern sich Genehmigungen, Materiallieferungen oder einzelne Arbeiten, können dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Diese fallen gegebenenfalls neben den regulären Zinsen für bereits ausgezahlte Kreditbeträge an. Ein Angebot mit niedrigerem Darlehenszins ist deshalb nicht automatisch günstiger, wenn die bereitstellungszinsfreie Zeit knapp bemessen ist.

Praktischer Tipp: Lassen Sie sich vor der Unterschrift schriftlich zeigen, ab wann Bereitstellungszinsen anfallen und auf welchen Betrag sie berechnet werden. Bitten Sie zusätzlich um eine Kostenrechnung für einen verzögerten Bauablauf. Vergleichen Sie Angebote mit längerer Freistellungszeit einschließlich möglicher Aufpreise. Zeichnet sich später eine Verzögerung ab, sollten Sie frühzeitig nach einer Verlängerung fragen; ein Anspruch darauf besteht nicht automatisch.

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